Beeinträchtigte Resorption

Beeinträchtigte Magnesium-Resorption

Krankheiten und die Einnahme von Medikamenten können die Magnesiumresorption beeinflussen.

Ein Magnesiummangel kann immer auch dann entstehen, wenn die Aufnahme (Resorption) aus dem Darm gestört ist. Grund dafür können verschiedene Krankheiten und die Einnahme bestimmter Medikamente sein.

Beeinträchtigte Resorption durch Krankheiten/Medikamente

Erkrankungen:

  • Reizdarmsyndrom
  • Durchfallerkrankungen
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Medikamente:

  • Magensäureblocker (z. B. Omeprazol, Pantoprazol)
  • ACE-Hemmer (z. B. bei Bluthochdruck)
  • Entwässerungsmittel (Diuretika)
  • Herzglykoside (z. B. bei Herzrhythmusstörungen)
  • Laxanzien (z. B bei Verstopfung)
  • Gleichzeitige Einnahme von Calcium

Unter der Langzeittherapie mit Magensäureblockern (auch Protonenpumpeninhibitoren oder kurz PPI genannt) wie z.B. Omeprazol oder Pantoprazol gegen saures Aufstoßen und Sodbrennen, kann es aufgrund der Beeinträchtigung der Magnesium-Aufnahme u. a. zu schwerem Magnesiummangel kommen. 

Gut zu wissen: PPI beeinträchtigen die Produktion von Magensäure. Denn die Säureblocker hemmen sogenannte Protonenpumpen in den Belegzellen der Magenschleimhaut und blockieren so die Magensäure-Produktion. Entsprechende Warnhinweise für Magnesiummangel sind den Gebrauchsinformationen der betroffenen Medikamente zu entnehmen. 

Achten Sie bei regelmäßiger Verwendung von Magensäureblockern auf die Symptome eines Magnesiummangels (z. B. Wadenkrämpfe, Verspannungen) und nehmen Sie zusätzlich ein hochwertiges Magnesiumpräparat ein. Hier haben sich Präparate mit organischem Magnesiumcitrat bewährt. Denn Magnesiumcitrat benötigt keine Magensäure, um vom Körper resorbiert zu werden. Damit beugen Sie einem Magnesiummangel durch Magensäureblocker gegen Sodbrennen vor. 

Extra-Tipp

Magnesiummangel durch
Magensäure­blocker

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Magnesium und Calcium – Abstand halten

Bei gleichzeitiger Einnahme von hochdosiertem Magnesium und hochdosiertem Calcium (z. B. 300 mg Magnesium und 1000 mg Calcium) können sich beide Mineralstoffe bei der Aufnahme im Darm gegenseitig beeinträchtigen. Deshalb empfehlen wir zwischen der Einnahme von hochdosierten Magnesium- und Calciumpräparaten zwei bis drei Stunden Abstand zu halten. 

Empfehlung: Calcium morgens, Magnesium abends einnehmen!